Der Wadenkrampf – Beitragende Faktoren

Von Wadenkrämpfen können viele Leute ein Lied singen. Der Krampf in der Wade tritt plötzlich auf und gerne in der Nacht, wenn man bereits gut geschlafen hat. Bis zu 33 % der über 50-jährigen haben Probleme mit nächtlichen Wadenkrämpfen (Garrison et al., 2020). Hintergründe zu den Ursachen und zur Entstehung von Krämpfen finden Sie im Blogbeitrag: Der Kampf mit dem Krampf.

Beitragende Faktoren

In den allermeisten Fällen entstehen die Krämpfe ohne auslösende Krankheit und sind somit bis auf die Schmerzen harmlos. Jedoch sollten Sie medizinischen Rat einholen, wenn die Krämpfe mit anderen Symptomen wie plötzlicher Muskelschwäche, Sensibilitätsverlust oder auch Erbrechen zusammenhängen.

  • Alter – Laut Untersuchungen erhöht sich mit dem Alter auch die Häufigkeit von Krämpfen (Young et al., 2015)
  • Alkohol – Wer häufig und viel Alkohol trinkt, leidet häufiger unter Krämpfen (Moreano, 2018). Einigen dürfte dieses Phänomen durchaus bekannt sein, vor allem nach Weißwein.
  • Verkürzte Muskelarbeit – Ein Muskel befindet sich je nach Gelenksstellung in einem verkürzten oder verlängerten Zustand. Wird der Muskel im verkürzten stark angespannt, kommt es leichter zu Wadenkrämpfen (Leitlinie Krämpfe – DGN, 2017).
  • Schuhwerk – Wer gerne Schuhe mit hohen Absätzen trägt, bringt die Wadenmuskulatur in eine verkürzte Position. Und auf Dauer die Unterschenkelmuskulatur in ein Ungleichgewicht.
  • Trainingszustand – Eine Überforderungen wie bei Sportlern oder dauerhafte Unterforderung wie bei “Couch-Potatoes” kann ein beitragender Faktor für Wadenkrämpfe sein (Leitlinie Krämpfe – DGN, 2017)

Einige werden bei Krämpfen auch an einen Magnesiummangel denken. In einigen Studien wurde Personen mit idiopathischen (= ohne erkennbaren Grund) Krämpfen Magnesium verschrieben. Dabei konnte allerdings in den meisten Fällen keine Verbesserung erzielt werden (Garrison et al., 2020). Man kann es wegen der geringen Nebenwirkungen mit Magnesium-Zusätzen probieren (Leitlinie Krämpfe – DGN, 2017), die Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt. Dies gilt nicht bei Grunderkrankungen des Stoffwechsels.
Bei gewissen Medikamenten sind Krämpfe auch bekannte Nebenwirkungen. Falls Sie während des Beginns der Einnahme eines Medikamentes plötzlich mehr Wadenkrämpfe bekommen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Genaue Maßnahmen, Dehnpositionen und Muskelkräftigung für Personen mit Wadenkrämfpen finden Sie im nächsten Blogbeitrag.

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