Das Hohlkreuz

Seitlich betrachtet hat die Wirbelsäule eine doppelt S-gekrümmte Form. Das Hohlkreuz bezieht sich auf die Lendenwirbelsäule und ist eine unnatürlich verstärkte Krümmung in diesem Bereich. Die Lendenwirbelsäule ist sozusagen überstreckt. In der Fachsprache wird von einer lumbalen Hyperlordose gesprochen. Umgangssprachlich wird oft gesagt, Personen mit einem Hohlkreuz haben einen Enten-Popo. Auch den durch das Hohlkreuz deutlich nach vorne gewölbten Bauch kann man oft bemerken.

Ursache

Als Ursache kommen verschiedene Gründe infrage. Zum Beispiel können die Bauchmuskeln zu schwach sein. Denn eine Aufgabe der Bauchmuskeln ist es, den Rumpf und damit die Lendenwirbelsäule zu beugen und der Krümmung entgegenzuwirken. Ein zu hohes Gewicht mit einem großen Bauch kann durch den Einfluss der Schwerkraft die Krümmung noch verstärken.
Im Gegensatz dazu können aber auch die Muskeln für die Streckung der Lendenwirbelsäule eine zu hohe Muskelspannung aufweisen. Das kann der Hüftbeuger (M. iliopsoas) sein, dieser zieht von der Lendenwirbelsäule zum Oberschenkelknochen. Oder direkt die Muskeln am Rücken.
Aber auch das Alter, Geschlecht, Gewohnheiten und bei Frauen eine etwaige Schwangerschaft haben Einflüsse auf die Krümmung der Lendenwirbelsäule.

Probleme

Das wichtigste für alle Gelenke und Muskeln im Körper ist Bewegung. Das Problem bei einem verstärkten Hohlkreuz ist, dass diese Personen oftmals in dieser endgradigen Position verharren. Dadurch kommt es zu Verspannungen und zu einer verschlechterten Versorgung mit Blut und Nährstoffen. Zusätzlich werden die Gelenke bei endgradiger Belastung verstärkt abgenützt und es können schlussendlich Rückenschmerzen entstehen (Chun et al., 2017).
Wichtig zu erwähnen ist: Rückenschmerzen können viele verschiedene Ursachen haben und ein starkes Hohlkreuz ist nur eine mögliche Ursache.

Übung – Das Beckenkippen
  • Durchführung: Legen Sie sich auf den Rücken am Boden. Als Hilfe legen Sie eine Hand im Bereich der Lendenwirbelsäule unter Ihren Rücken. Vergrößern Sie den Abstand zwischen Lendenwirbelsäule und Hand so weit es geht und pressen Sie anschließend mit der Lendenwirbelsäule gegen die Hand.
  • Zeit: 2x täglich, 2 min
  • Ziel: Wahrnehmung der Haltung und Position, Auflockerung der Muskeln, Schmerzreduktion

 

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