Nackig: Das Barfußgehen

Stellen Sie sich eine grüne Wiese vor im Frühling, noch nass und kühl vom Morgentau oder einen Sandstreifen im Sommer am Meer wohlig warm und Sie gehen barfuß über diese Böden. Alleine bei der Vorstellung kann man sich vorstellen wie viele verschiedene Reize unsere Füße aufnehmen, wenn wir mit bloßen Füßen gehen. In der modernen Welt verzichten wir viel zu oft auf diese Empfindungen, da viele Menschen es sich angewöhnt haben dauernd Schuhe zu tragen.

Auswirkungen & Gesundheit

Doch neben einer völlig anderen Wahrnehmung des Untergrundes hat Barfußgehen auch gesundheitliche Vorteile. Wer häufig barfuß unterwegs ist, hat weniger Fußdeformitäten und eine geringere Verletzungsanfälligkeit an den Knie- und Hüftgelenken (Hollander et al., 2016; Altman & Davis, 2016). Wie kommt es dazu? Auch wenn es jährlich neue Erfindungen und Innovationen in der Schuhindustrie gibt, ist das Hauptkriterium für Schuhe noch immer das Aussehen. Manchmal wird auch auf die Bequemlichkeit geachtet, doch darf man nicht einen bequemen Schuh mit einem funktionellen verwechseln (z. B. Flip-Flops). Die meisten Schuhe weisen Absätze und einen zu engen Zehenraum auf. Gerade der sehr enge Zehenraum begünstigt das Entstehen eines Hallux Valgus (Großzehen-Deformität) (Nix et al., 2012; Brantwhaite & Cockalingam, 2019). Allerdings haben auch die Absätze einen starken Einfluss auf die Ausrichtung unserer Fußgelenke und das Gangmuster. Das betrifft jedoch nicht nur Damenschuhe, sondern auch etliche Herrenschuhe haben einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Absatz (z. B. Anzugschuh). Die daraus resultierenden Unterschiede im Gangmuster zwischen Personen mit Schuhen und Barfußgehern konnten bereits in zahlreichen Studien belegt werden (z. B. Franklin et al., 2015).

Also worauf warten Sie noch? Ziehen Sie das nächste Mal ihre Schuhe aus, wenn Sie im Garten unterwegs sind, am Strand spazieren oder sich im Park mit Freunden treffen. Auch Barfußlaufen kann eine gute Alternative zum Laufen mit Laufschuhen sein, jedoch sollten Sie den Umstieg behutsam und langsam angehen (mehr Infos im Blogbeitrag Barfußlaufen: Link).

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