Piriformis Syndrom: Gesäß & Beinschmerz

Das Piriformis Syndrom beschreibt Probleme, die entstehen, wenn der Musculus piriformis einen wichtigen und großen Nerv im menschlichen Körper komprimiert, den Nervus ischiadicus. Der M. piriformis zieht vom Kreuzbein gelenksnah zum Oberschenkelknochen und kreuzt dabei den N. ischiadicus. Dabei entsteht die mögliche Engstelle zwischen dem Muskel und den Beckenknochen. Dadurch kann der Muskel, wenn er über eine längere Zeit eine zu hohe Spannung aufweist, den Nerv komprimieren. Dadurch ist der Nerv in seiner Funktion eingeschränkt und es kommt zu den typischen Symptomen. Diese sind:

  • Gesäßschmerzen
    (tlw. mit Ausstrahlungen in das Bein)
  • Sitzschmerzen
  • Druckschmerz
  • Empfindlichkeit bei Aktivitäten des M. piriformis
    (Hopayian & Danielyan 2018)

Des Weiteren können auch andere häufige Nervenproblematiken auftreten wie Kribbeln oder Taubheit.

Therapie:

In vielen Fällen können konservative Therapien die Schmerzen und andere Symptomatiken, die durch das Piriformis Syndrom entstehen, gut lindern (Park et al., 2020). Die konservative Therapie besteht aus Physiotherapie und Schmerzmedikation. In der Physiotherapie senkt Ihr/e TherapeutIn mit verschiedenen Techniken den Spannungszustand des Muskels. Dazu dienen Wärme, Dehnübungen, Triggerpunktbehandlungen und Weichteiltechniken. Zusätzlich ist es empfohlen auch kräftigende Übungen der Hüftmuskulatur im Allgemeinen und des M. pirifomis im Speziellen anzuwenden. (Park et al., 2020)

Dehnübung:

Eine Dehnübung für Personen mit einem Piriformis Syndrom ist am Beitragsbild (siehe oben) abgebildet.

  • Legen Sie sich auf den Rücken.
  • Stellen Sie ihre Beine auf.
  • Legen Sie den Fuß der zu dehnenden Seite über das Knie der anderen Seite.
  • Je nachdem wie stark der Dehnreiz schon ist, können Sie das Dehnen durch Anziehen des anderen Beines (am besten mit den Armen) noch verstärken (siehe Bild).

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